Das Stück erzählt von einer Gruppe Jugendlicher, die im Klassenzimmer auf ihren neuen Lehrer – den „Klassenfeind“ – warten. Aus Langeweile entsteht Eskalation, aus Provokation wird ein schonungsloser Blick auf Ängste, Frustration und Sehnsüchte.
Gleichzeitig stellt die Inszenierung eine zentrale Frage in den Raum, mit der sich die Schülerinnen und Schüler intensiv auseinandersetzen mussten: Was passiert innerhalb einer Klassengemeinschaft, wenn der Lehrer – und damit die äußere Ordnung – plötzlich wegfällt und die Gruppe sich selbst überlassen bleibt?
Die Auseinandersetzung mit dieser Situation führt mitten hinein in grundlegende menschliche und gesellschaftliche Themen: Angst, Frustration, Schuld und Macht. Wie entstehen Strukturen in einer Gruppe, die niemand mehr leitet? Welche Dynamiken entwickeln sich, wenn Verantwortung verteilt oder verweigert wird? Und welche Lösungen sind möglich – oder eben auch nicht?