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Neuntklässler an der Côte d’Azur – Eine Woche wie aus einem Märchen

Cosmopolitanschool Berlin Eine Gruppe von Schülern posiert in einem Klassenzimmer und hält große französische und deutsche Fahnen in die Höhe. Auf den Tischen davor liegen Papiere, und an der Wand dahinter sind ein Kreuz und Dekorationen zu sehen. loading=

Das Erste, was uns in Nizza auffiel, war das Licht. Es war anders – weicher, wärmer, es reflektierte gleichzeitig von pastellfarbenen Wänden und dem Meer. Plötzlich kam uns das Französisch, das wir im Unterricht gelernt hatten, nicht mehr wie eine Übung vor. Es fühlte sich wie ein Werkzeug an, das wir tatsächlich brauchten.

In der Altstadt schienen sich die Straßen absichtlich zu winden und zu drehen, als wollten sie uns in die Irre führen – und vielleicht taten wir das auch, ein bisschen zumindest. Aber genau das machte den Reiz der Schatzsuche aus. Hinweise lesen, Passanten um Hilfe bitten, über Missverständnisse lachen – es ging nicht darum, so schnell wie möglich den richtigen Ort zu finden. Es ging darum, zu erkennen, dass wir uns auch in einer anderen Sprache zurechtfinden konnten.

Cosmopolitanschool Berlin Menschen gehen unter einem gewölbten, überdachten Gang mit hohen Säulen und einem gefliesten Boden in einer Stadt, die an die Côte d'Azur erinnert. Im Hintergrund sind bunte Gebäude und eine belebte Straße zu sehen, die eine lockere Atmosphäre schaffen.
Cosmopolitanschool Berlin Vier junge Menschen, möglicherweise Neuntklässler, stehen dicht beieinander auf einer Straße in der Stadt und betrachten eine gedruckte Karte. Einer hält die Karte in der Hand, während die anderen aufmerksam auf sie zeigen und ihre nächsten Schritte planen - vielleicht träumen sie von einer Reise an die Côte d'Azur.

Zwischen Glamour und Stille

In Cannes wirkte alles etwas gepflegter – Palmen standen ordentlich in Reih und Glied, Yachten schaukelten sanft im Hafen. Wir stellten uns vor, wie Filmstars aus schwarzen Autos stiegen und über den roten Teppich schritten, während wir mit Rucksäcken und der Sonne in den Augen an derselben Uferpromenade entlangspazierten. Das brachte uns zum Lächeln – unsere ganz eigene Version von Glamour.
Dann kam die Bootsfahrt zur Île Sainte-Marguerite. Der Motor verstummte, und plötzlich war nur noch das Rauschen des Wassers und des Windes in den Kiefern zu hören. Nach den belebten Straßen, den Stimmen und dem Verkehr fühlte sich die Insel an, als hätte jemand die Lautstärke der Welt heruntergedreht. Wir spazierten unter hohen Bäumen, atmeten den Duft von Harz und Meer ein, und für einen Moment brauchte niemand etwas zu sagen.

Worte, Farben und Mut

Im Musée Marc Chagall schienen die Farben zu schweben. Die Gemälde von Marc Chagall waren voller blauer Himmel, schwebender Figuren und traumhafter Szenen, die gleichzeitig vertraut und geheimnisvoll wirkten. Einige von uns standen da und sahen jeweils etwas anderes.

Die Begegnung mit französischen Schülern war eine ganz andere Herausforderung. Vor dem Sprechen gab es diesen kleinen Moment des Zögerns – Was, wenn ich etwas Falsches sage? Aber dann begann das Gespräch, und plötzlich unterhielten wir uns über Musik, Schule und Wochenendpläne. Nicht perfektes Französisch. Einfach echte Kommunikation. Und das fühlte sich jedes Mal wie ein kleiner Sieg an.

Cosmopolitanschool Berlin Zwei Personen stehen vor einem leuchtenden, rosafarbenen Gemälde mit abstrakten und phantastischen Elementen, die an ein Märchen erinnern, und betrachten und diskutieren dessen Details in einer Galerie.
Cosmopolitanschool Berlin Eine Gruppe von Neuntklässlern sitzt in einem Klassenzimmer an Tischen, arbeitet gemeinsam an Aufgaben und bespricht Referate. Die Wände sind mit bunten Postern, einem Kalender und sogar Hinweisen auf berühmte Märchen geschmückt.
Cosmopolitanschool Berlin Eine Gruppe von Neuntklässlern steht in einem Klassenzimmer und hält französische und deutsche Fahnen in der Hand. Einige lächeln oder posieren, während auf den Tischen davor Papiere, ein Rucksack und Schuhe liegen. Das Klassenzimmer hat weiße Wände und helle Lichter über dem Kopf.
Cosmopolitanschool Berlin Die Zuschauer sitzen in einem schwach beleuchteten Auditorium mit blauen Sitzreihen und blicken auf eine Bühne, auf der ein Flügel unter leuchtenden Glasfenstern in Côte d'Azur-Farben steht, die mit bunten Mustern akzentuiert sind, die an ein Märchen erinnern.
Cosmopolitanschool Berlin Mehrere junge Frauen in Schürzen bereiten in einer hellen Küche das Essen zu; einige schneiden Gemüse auf Schneidebrettern, während eine ein Tablett in den Ofen schiebt, eine Szene, die so charmant ist wie ein Märchen in den sonnigen Küchen der Côte d'Azur. loading=

Der Geschmack eines Ortes

Das gemeinsame Kochen brachte eine ganz besondere Energie mit sich. Wir hatten Mehl an den Händen, Tränen in den Augen und viel Spaß beim Zubereiten von Une Trouchia und Une Pissaladière.

Die Rezepte wurden zu Sprachunterricht, und die Küche füllte sich mit Gerüchen, die wir wahrscheinlich immer mit dieser Woche verbinden werden. Das gemeinsame Essen, das wir selbst zubereitet hatten, fühlte sich an, als würden wir ein Stück der Region miteinander teilen.

Cosmopolitanschool Berlin Eine Gruppe von Neuntklässlern posiert gemeinsam vor einem nächtlichen Kino. Sie stehen unter hell erleuchteten Plakaten für drei Filme, lächeln und machen lässige Gesten. loading=

Mehr als nur eine Reise

Irgendwo zwischen engen Gassen, Bootsfahrten, Museumsräumen und Küchentischen hat sich etwas verändert. Französisch war nicht mehr nur Vokabeln. Es wurde zu Gesprächen, Schildern, Aromen und Erinnerungen.
Wir kommen mit Fotos nach Hause, ja – aber auch mit mehr Selbstvertrauen, neuen Freundschaften und der stillen Erkenntnis, dass die Welt jetzt ein bisschen weniger weit weg ist. Und vielleicht ist das das wichtigste Souvenir von allen.