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Rettungstag „Staying Alive“ an der Berlin Cosmopolitan School

Wie Schülerinnen und Schüler lernen, Leben zu retten

Wie können Schulen junge Menschen dazu befähigen, Verantwortung zu übernehmen und im entscheidenden Moment zu handeln?

Der Rettungstag „Staying Alive“ am Nature Campus der Berlin Cosmopolitan School (BCS) gibt darauf eine klare Antwort: durch praktisches Lernen, Eigeninitiative und gesellschaftliche Relevanz.

Mehrere hundert Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 10 nahmen an dem Projekt teil und trainierten unter freiem Himmel lebensrettende Maßnahmen wie Herzdruckmassage und Wiederbelebung. Trotz wechselhaften Wetters und wiederkehrender Regenschauer war die Motivation durchweg hoch – bei den Lernenden ebenso wie bei den beteiligten Partnern aus Medizin und Hilfsorganisationen.

Reanimation lernen in der Schule: Ein Beitrag zur gesellschaftlichen Verantwortung

Mit dem Rettungstag setzt die Berlin Cosmopolitan School ein starkes Zeichen für die Bedeutung von Reanimationsunterricht an Schulen. Ziel ist es, Hemmschwellen abzubauen und Schülerinnen und Schüler frühzeitig dazu zu befähigen, in Notfallsituationen sicher und verantwortungsvoll zu handeln.

Die Berliner Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, Katharina Günther-Wünsch, die die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen hat, betonte vor Ort erneut die Relevanz dieses Themas für die Bildungslandschaft in Berlin.

Ein besonderes Highlight war die gemeinsame Reanimationsübung mit rund 200 Schülerinnen und Schülern zur Musik von „Staying Alive“ – ein eindrucksvolles Bild für aktives Lernen und kollektive Verantwortung.

Schülerinitiative als Ausgangspunkt: Für wirksames Lernen

Der Rettungstag geht auf die Initiative des Abiturienten Henri Bauckhage zurück, der das Projekt über einen Zeitraum von zwei Jahren hinweg aufgebaut hat. In engem Austausch mit medizinischen Fachkräften, Bildungsexpertinnen und politischen Entscheidungsträgern entwickelte er ein tragfähiges Konzept, das weit über eine einmalige Schulveranstaltung hinausgeht.

Für die Berlin Cosmopolitan School ist dies ein Beispiel dafür, wie Schülerprojekte zu echten gesellschaftlichen Impulsen werden können, wenn sie gezielt begleitet und gefördert werden.

Pädagogischer Ansatz der BCS: Eigeninitiative stärken, Wirkung ermöglichen

Der Rettungstag „Staying Alive“ steht exemplarisch für den pädagogischen Ansatz der Berlin Cosmopolitan School. Im Mittelpunkt steht die Überzeugung, dass Bildung mehr ist als Wissensvermittlung.

Die Schule versteht sich als ein Ort, an dem Schülerinnen und Schüler dazu befähigt werden,

  • eigenständig zu denken
  • Verantwortung für das eigene Lernen und darüber hinaus zu übernehmen
  • Projekte mit gesellschaftlicher Wirkung umzusetzen

Durch Formate wie den Rettungstag wird Lernen konkret, erfahrbar und nachhaltig. Schülerinnen und Schüler erleben, dass ihr Handeln einen Unterschied machen kann – für sich selbst und für andere.

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Resilienz fördern: Lebenskompetenzen für die nächste Generation

Das Thema Reanimation stößt nicht nur innerhalb der Schule, sondern auch in der Öffentlichkeit auf großes Interesse. Die breite mediale Resonanz zeigt, wie relevant Erste-Hilfe-Kompetenzen und Wiederbelebungstraining sind.

Gleichzeitig leisten solche Projekte einen wichtigen Beitrag zur Resilienz der nächsten Generation. Wer weiß, wie er oder sie im Notfall handeln kann, gewinnt Sicherheit, Selbstvertrauen und Handlungskompetenz.

Ein Projekt, das bleibt

Mit seinem Abitur verlässt Henri Bauckhage im Sommer die Berlin Cosmopolitan School – doch sein Projekt wird weiter wirken.

„Staying Alive“ ist mehr als ein einzelner Projekttag: Es ist ein Beispiel dafür, wie Schule Räume schaffen kann, in denen junge Menschen Verantwortung übernehmen und gesellschaftliche Veränderungen anstoßen.

Die Berlin Cosmopolitan School zeigt damit, wie Bildung im 21. Jahrhundert aussehen kann: praxisnah, verantwortungsorientiert und wirksam.

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Über die Berlin Cosmopolitan School, Preschool und den Kindergarten

Die Berlin Cosmopolitan School verändert mit verschiedenen Lernansätzen in den Bereichen Natur- und Umweltschutz, Sport, New Work, Kultur, Tanz, Musik und Kunst und vielem mehr die traditionelle Arbeitsweise von Schulen und Kindergärten. Das Ziel der Schule, Vorschule und des Kindergartens in freier Trägerschaft ist, alle Schülerinnen und Schüler entsprechend ihrer Fähigkeiten mitzunehmen. 

„Wenn Schule motiviert, lernen alle mehr“, ist die Überzeugung der Berlin Cosmopolitan School. Regelmäßiges Lernen im Freien, sportliche Aktivitäten und Wettbewerbe, digitale Projekte wie Robotics, Praktika ab Klasse 6, Musizieren ab dem Kindergartenalter, Tanzclubs, bilinguale Erziehung und vieles mehr helfen den Kindern, ihre eigenen Vorlieben und Fähigkeiten zu entdecken und zu entwickeln.

Wichtige Anliegen der Berlin Cosmopolitan School, des Kindergartens und der Preschool sind soziale Gerechtigkeit, Chancengleichheit in der Bildung und eine ausgewogene Gemeinschaft. Die Schule vergibt regelmäßig Stipendien an Schülerinnen und Schüler und nimmt Flüchtlinge auf. Durch das etablierte Netzwerk und das international ausgebildete Personal hat die Bildungseinrichtung die Möglichkeit, neue pädagogische Wege für jede Altersgruppe zu beschreiten.

Die Berlin Cosmopolitan School wurde 2003 als gemeinnützige Organisation von Yvonne Wende gegründet. 2004 öffnete der erste bilinguale (englisch-deutsche) Kindergarten und die Vorschule für Berlin-Mitte mit 18 Kindern. Kurz darauf kam die Grundschule hinzu und zuletzt im Jahr 2009 das anerkannte bilinguale Gymnasium der Berlin Cosmopolitan School 01P22. Seitdem ist die Anzahl der Kinder und Jugendlichen stetig angestiegen. Mittlerweile werden ca. 1.000 Schüler:innen aus aller Welt auf dem Campus Rückerstraße und Invalidenstraße unterrichtet. Der Kindergarten ist zu einer Anzahl von mehr als 300 Kindern im Alter von 1 bis 6 Jahren angewachsen. 

Die Berlin Cosmopolitan School hat im Jahr 2013 zunächst für die Grundschule und auch für die Sekundarstufe II die Zulassung als International Baccalaureate (IB) World School erhalten. Bei dem IB Learner Profile geht es um die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen hin zu Menschen, die zu lebenslang Lernenden heranwachsen. Die Schule und der Kindergarten nutzen Primärerfahrungen für die Gestaltung des Unterrichts.